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Kombilösung

Am 23. Juli formuliert der Gemeinderat den Bürgerentscheid für den 22. September. Die "Kombilösung" ist der Vorschlag des Oberbürgermeisters Heinz Fenrich für diesen Entscheid. Der OB integriert in diesen Vorschlag den Wunsch der Bürger nach einen Umbau der Kriegsstrasse und der Weiterentwicklung der Innenstadt nach Süden mit der Notwendigkeit der Befreiung der Kaiserstrasse vom Strassenbahnverkehr. Die Kombilösung ist eine Konsequenz aus den Ergebnissen der Arbeitsgruppen, des Expertengutachten und des Bürgergutachten im Rahmen des Bürgerbeteiligungsverfahren City 2015.

Wie sieht die Kombilösung aus?

Die Kombilösung sieht zwei Massnahmen vor:

  1. U-Strab unter der Kaiserstrasse mit einem unterirdischen Südabzweig am Marktplatz.
  2. Ein Autotunnel in der Kriegsstrasse mit zwei bis drei Strassenbahnlinien oberirdisch.

Skizze Kombiloesung
Skizze der Kombilösung - zum vergrössern klicken!

Zur U-Strab:

Die U-Strab wird östlich vom Durlacher Tor unter die Erde gehen und westlich vom Mühlburger Tor wieder ans Tageslicht kommen.
Am Marktplatz soll es einen unterirdischen Südabzweig geben, der unter der Kriegsstrasse hindurch führt und auf Höhe der Augartenstrasse wieder hoch kommt.

Vom Osten her führen zwei Strassenbahnlinien bis zum Kronenplatz und biegen auf die Fritz-Erler Str. in Richtung Süden ab.
Von Westen führen drei Strassenbahnlinien bis zum Europaplatz und fahren über die Karl-Str. in Richtung Kriegsstrasse.

Zur Kriegsstrasse:

Zur Zeit fahren 60.000 Autos täglich durch die Kriegsstrasse. In zehn Jahren sollen es bereits 70.000 sein.
Um die Kriegsstrasse vom Autoverkehr zu entlasten, soll ein Autotunnel vom Mendelssohn Platz bis zum Karlstor führen. Dadurch können oberirdisch zwei bis drei Strassenbahnlinien durch die Kriegsstrasse geführt werden.

Problematisch dabei ist, dass nur ca. 1/3 des Autoverkehrs Durchgangsverkehr durch die Kriegsstrasse ist. Der Rest biegt von der Kriegsstrasse südlich oder nördlich in die Stadt ab. Wegen dieser Verteilungsfunktion der Kriegsstrasse werden von den prognostizierten 70.000 Autos nur geschätzte 40.000 unterirdisch fahren. Auch das ist nur möglich, wenn über Autorampen die Verteilungsfunktion unterstützt wird.

Kosten

Die "kleine" U-Strab wird 400 bis 450 Mio. Euro kosten. Die Kosten für den Umbau der Kriegsstrasse belaufen sich auf ca. 100 bis 150 Mio. Euro. Stadtverwaltung und VBK sind dabei optimistisch, dass die Kombilösung vom Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) zu 85% bezuschusst wird.

Bauzeit

Der Bau der U-Strab wird ca. 6 Jahre dauern. Da für die Kriegsstrasse noch keine Planungen vorliegen, wird deren Umbau erst in ca. 10 bis 15 Jahren abgeschlossen sein.

Skizze Kombiloesung
Luftbild mit eingezeichneter Kombilösung - zum vergrössern klicken!